Posts mit dem Label bipolar werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label bipolar werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 24. Juni 2015

Zwiespalt ...

... oder der 75. Geburtstag meiner Mutter.

Ich hab lange überlegt, ob ich es hier schreibe!

Die letze Woche war nicht einfach für mich.
Ich steckte mittendrin in einem Zwiespalt: richte ich eine Feier aus oder lass ich sie links liegen.
So, wie sie es jahrelang mit uns gemacht hat.
Gemoppt, gemeckert, schlechtgemacht, angegriffen, aufs übelste beschimpft und mit aller Verwandschaft gebrochen.

Auf der anderen Seite ... es ist meine Mutter und sie wird nur einmal 75 Jahre.

Ich habe alle Augen zugedrückt und durch ...

Habe tagelang geplant, eingekauft, gebacken, gekocht und alle zu uns nach Hause eingeladen.
Sogar 2 Bleche Zupfkuchen gebacken und ins Pflegeheim für die Bewohner gefahren.
Alle haben mich gefragt, warum ich mir das antue. :´(
Und Männe hat brav, wie ich es wollte, Mutter dann mit dem Auto am Sonntag abgeholt.





Wir haben alle trotz dieser Anspannung gut zusammen gesessen.
Unser Enkelchen rettete uns über den Tag.

Bis ... bis Mutter abends auf der Toilette ein großes Malheur passiert ist, alle fluchtartig die Wohnung verließen und mich mit Würgereiz bald 2 Stunden mein Gäste-WC putzen ließ.

NIE WIEDER!
Die nächsten Geburtstage "feiern" wir im Heim.

Ich hab mich dann mit einem großen Glas OUZO und vielen Tränen einfach abgeschossen.

Sonntag, 30. November 2014

Advent, Advent ...

... ein Lichtlein brennt!

Ja, schon wieder ist ein Jahr bald zu Ende und morgen beginnt der düsterste Monat im Jahr.

Gestern verbrachte ich den ganzen Tag in Krefeld.
Männe hatte Mittagschicht, so nahmen mich die Kinder schon vormittags mit und setzten mich am Krankenhaus ab.
So hatte ich schon eine Strecke gespart.
2 Stunden bei Mutter waren wieder mal mehr als nervenraubend.
Das Kurzzeit-Gedächtnis ist seit der OP komplett weg und gestern hat sie die Station auf Trapp gehalten.
Ich wurde schon mit der Frage gegrüßt: Wie hast du mich gefunden?
Das sie schon monatelang im Krankenhaus war, weiß sie nicht mehr.
Anstrengend sag ich nur ... :(

Das anschließende Shoppen in der Innenstadt von Krefeld mit Weihnachtsmarkt hatte ich mir verdient.

Bei Adler im Hansa-Haus kaufte ich mir ein Sweet-Shirt und eine schicke Bluse mit Crash-Optik und Volant-Ärmel.
Das sind meine Winterfarben.
Schwarze Hose dazu und meine rote Leder-Jacke ... und fertig ist das Weihnachts-Outfit.

Abends um 18:00 Uhr war ich dann endlich zu Hause.
Mutters Wäsche in die Maschine geschmissen und anschließend Gulasch für heute angebraten.
Denn Männe mußte auch Sonntag pünklich um 12:30 Uhr wieder zur Mittagschicht.
ABER nur noch 28 Monate, dann ist Schicht im Schacht. *freu*

So, ich bügel nun eine Runde.
Wünsche Euch noch einen schönen 1. Advent!

Freitag, 17. Oktober 2014

Ungewisse Zukunft

Wir warten ... :o(

Ende August wurde bei Mutter nach einer Routine-Untersuchung eine "Raumforderung" an der Niere entdeckt.
Man vermutet ... - bösartig -
Sie hat körperlich extrem abgebaut.
Zweimal mußte der OP-Termin wegen Herzinsuffizienz abgesagt werden.

Nun liegt sie auf der Kardiologie ... keine Ahnung wie es weiter geht.

Und Alles kommt wieder hoch. :o(

Dienstag, 17. Juni 2014

17. Juni 1940

Auch nach über 2 Jahren gehe ich noch ungern ins Pflegeheim.
Mit zuviel Überheblichkeit hat Mutter, in den Jahren zuvor, Hass und böse Worte gestreut.
Und trotzdem fahre ich jedes WE hin ...


Heute hatte sie Geburtstag.
Nachmittäglicher Pflichtbesuch ... ein paar Blümchen ... und Aufenthalt auf der Terrasse.
Ihr Blick ging immer wieder auf die Uhr.
Die pünktlichen Essenzeiten scheinen immer noch sehr wichtig zu sein ... wichtiger als Besuch ... wichtiger als die Familie!

Samstag, 11. Januar 2014

Mutters Pflegeheim

Jeden Samstagvormittag besuche ich meine Mutter in ihrer "Wohnung" im Pflegeheim.
Bringe ihr Obst, Zeitung oder Blumen mit und erzähle ihr was so bei uns in der letzten Woche passiert ist.
Sie erzählt so gut wie nichts.
Die kleine aber moderne Wohnanlage in L-Form mit bodentiefen Fenstern wurde vor 10 Jahren erbaut.
Alle 61 Bewohner haben ihre eigene 25 qm-"Wohnung" mit Schlüssel und einer Klingel an der Türe.
Die Wohneinheit besteht aus einem Wohn- und Schlafbereich, Bad und Flur.
Sind mit eigenen Möbeln, Bildern und Erinnerungen ausgestattet.

Im Innenhof mit altem Baumbestand, Wintergarten, Terrasse und Rasenfläche, werden sommers wie winters Feste abgehalten.
Sitzgruppen laden zum Verweilen ein.

Meine Fotos habe ich alle aus dem Handgelenk geschossen, wenn gerade niemand zu sehen war.
Deshalb nicht immer gerade von der besten Seite fotografiert. ;o)
Im Eingang steht zur Zeit eine Winterlandschaft auf einem alten Herd und einem Musikschrank.
Wenn man weiter geht kommt man zur großen Krippe.
Aber nicht nur zur Weihnachtszeit ist hier geschmückt.
Gegenüber eine der guten Stuben, die im Haus verteilt eingerichtet sind.
Sie laden zum Verweilen ein, zum Ausruhen oder auch wenn Besuch da ist.
Die Cafeteria ist jeden Nachmittag geöffnet.
Zum Mittagessen auch für Besucher und 2x in der Woche gibt es frische Waffeln mit Kirschen.
Auch Bingo, Gedächtnistraining, Spielerunden, Gymnastik, backen, kochen, basteln, malen, Seniorensingen, Filmvorführungen, Geburtstage, Gesprächsrunden, Andachten und vieles mehr werden hier regelmäßig abgehalten.
Meistens 2-3 Programme am Tag.
Sogar eine Wii zum Bowlen gibt es.
Ein kurzer Blick am Wintergarten vorbei in den Garten.
Man hätte es besser fotografieren können. ;)
Auf jeder Etage stehen Sofas zum Klönen und pausieren.
Und auf jeder Etage gibt es einen Speiseraum für rund 20 Personen.
Täglich kann zwischen 2 Mahlzeiten gewählt werden. Das Menü besteht dann aus Vorspeise, Hauptspeise und einem Dessert.
Genauso gibt es kulinarische Leckerbissen zu verschiedenen Anlässen.
Zum Oktoberfest die Weißwurst, St. Martin die Martinsgans, im Sommer das Grillen und im Winter das Muschelessen.

Es gibt einen freundlichen Haushund, der einem manchmal über den Weg läuft. Er bewegt sich im Haus, als wohne er auch dort.

Dann gibt es die Tagesfahrten ins Centro, ins Kino oder auf den Weihnachtsmarkt.
Auch in den Urlaub geht es für mehrere Tage. Einmal nach Münster und Hameln ist meine Mutter mitgefahren. Dann allerdings auf eigene Kosten.

Ferner gibt es im Haus eine eigene Wäscherei.
2x in der Woche bekommt man seine saubere Kleidung auf´s Zimmer gebracht.
Und einen Frisörsalon mit 2 Plätzen gibt es im Souterrain, sowie mehrere Fußpflegerinnen, die aufs Zimmer kommen.

Die Pfleger- und Pflegerinnen sind immer sehr freundlich.
Man kommt sich vor, wie in einer großen Familie.

Was will man mehr, wenn man sich selbst nicht mehr versorgen kann oder will.
Wenn ich dann nach einer Stunde das Haus wieder verlasse, komme ich am Schrank mit dem Gedenkbuch vorbei.
Auch der ist, wie alles im Haus, liebevoll gestaltet.

Eigentlich hatte ich mir geschworen, meine Mutter nur noch links liegen zu lassen.
Zu tief sitz das, was sie uns in Jahrzehnten angetan hat.
Wie viele Jahre hat die Familie und Verwandte in Angst und Verzeiflung gelebt durch ihre Manie.
Das kann man nur verstehen, wenn man es selbst durchmachen mußte.

Auch Hitler litt unter bipolaren Störungen ... und man weiß was dabei heraus kam :(((((

Samstag, 27. Juli 2013

Abkühlung

. . . oder mein Samstag-Morgen.

Das große Gewitter war uns schon 2 Tage vorhergesagt, doch immer zog es nur vorbei.
Unsere Region mit Temperaturen über 30 Grad bekam keinen Tropfen ab.

Doch heute war es soweit.

Ich war morgens mit Obst und Kirchenblättchen im Korb, die knapp 3 km mit dem Rad zum Heim unterwegs, so wie fast jeden Samstag.
Eigentlich hatte ich mir geschworen, sie nur noch sporadisch zu besuchen.
Zu viel hatte Mutter in den letzten Jahren die Familie zerrüttet.
Alle hat sie bis aufs Blut belogen, betrogen und schlecht gemacht.
Ich bin die Einzige, die sie besuchen geht.
Aber auch mehr aus Verpflichtung, weil man per Gesetz dazu gezwungen wird.
Also verwalte ich notgedrungen ihre Post, Schreibkram und die Behördengänge.
Aber das ist ein anderes Thema.

Auf jeden Fall beginnt für mich das Wochenende, wenn ich kurz vor 12 Uhr wieder vor dem Heim stehe und sich die automatischen Schiebetüren hinter mir schließen.

AUFATMEN!

So erleichtert fahre ich noch schnell zum holländischen Kaas-Laden und dann bin ich schon auf dem Nach-Hause-Weg.
Rückenwind und die abschüssige Straße erleichtern das Treten. ;o)
Hinter mir braut sich diesmal ein schwarzer Himmel zusammen.
Noch fahre ich ihm vorneweg, doch ich vermute . . . gleich holt mich der warme Regen ein.
An jeder roten Ampel schaue ich mich um und auf der heimatlichen Straße treffen mich die ersten Tropfen.

Ich radel abwärts an der Kirche vorbei, einmal Kreuzung, rechts vor links, keiner da und weiter.
Ab in die Einfahrt, absteigen, schließe das Hoftor auf und schnell rein mit mir, dem Rad und dem Einkauf.

Schon prasselt nur so der Starkregen auf das große Vordach, so dass man seine eigene Stimme nicht mehr hören würde.

Gerettet! Keine unfreiwillige Dusche! ;o)

Das Gewitter grummelt noch eine Stunde später über unseren Ort.
Und es hat sich abgekühlt, auf sage und schreibe 20 Grad. Herrlich!



Und die Regentropfen glitzern im Sonnenlicht.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Aus tiefster Seele

Gestern durch Zufall im TV gesehen und so viele Parallelen zu meinem Leben mit einer psychisch erkrankten Mutter erkannt.

Da kamen wieder schlimme Gefühle hoch.

Mir/uns graut´s vor Weihnachten mit meiner Mutter.

Freitag, 3. August 2012

Amtsschimmel wiehert

Nach 4 Monaten !!! und zwei Erinnerungsanrufen kam nun endlich das Gutachten der Pflegeversicherung.
Es ist schon erschreckend was auf diesen 12 Seiten steht.
------------------------------
Dann . . . ein weiterer Termin beim Notar war angesagt.
Dem Amtsgericht fehlte ein Satz im Dokument für den Erbschein, den wir schon im Mai !!! beantragt hatten.
------------------------------
. . . und die Sant . . der-Bank kann das elterliche Konto noch nicht auf Mutter überschreiben.
Das Kalenderjahr muß erst verstreichen.
Also neuer Termin für Dezember !!!
Übrigens kaugummikauende Bankangestellte sind mir ein Gräul.

Aber man hat ja sonst nix zutun!

Samstag, 23. Juni 2012

rehabilitiert

Es tut gut ... nicht nur das schöne Wetter ... weiß garnicht was die anderen haben.
Gute 20 Grad mit blauen Himmel und Sonnenschein ... ab und an mal ein Regenschauer oder kleines Gewitter.
Hier am Niederrhein kann man sich weder über zu viel Regen, noch heiße Temperaturen beschweren.

Aber ich wollte eigentlich über was anderes schreiben.

Donnerstag-Abend nach der Arbeit gabs wieder Bauchschmerzen, wie ich hörte, dass der "nette" Sozialpfleger vom Gesundheitsamt/Amtsgericht anrufen hatte und Freitagmorgen mit mir über Mutters Zustand, Wohnverhältnisse und Betreuung sprechen wollte.
Das scheix Gefühl war wieder da, so machtlos den Behörden ausgeliefert zu sein.

Freitagmorgen hab ich das Warten um kurz vor 9:00 Uhr nicht mehr ausgehalten.
Jetzt oder nie ... ich hab ihn angerufen.
Der "nette" Herr B., der mich im Dezember als böse Tochter abstempelte, dessen Mutter NUR wegen einer psychischen Erkrankung (die wurde runter gespielt) eine Betreuung bekommen sollte.

Seinen damaligen Satz "Sie haben aber kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter?" werde ich nie vergessen.

Was ich nun erfreuliches schreiben kann; das Blatt hat sich um 180 Grad gewendet!
Plötzlich war ich doch die fürsorgliche Tochter, die für Mutters Wohl alles versucht.

Wir haben ein langes Telefonat geführt und nun war alles richtig, was ich getan und in die Wege geleitet habe.
Es war wie Balsam auf meiner Seele!

Er hatte Mutter am Vortag im Pflegeheim besucht und war positiv überrascht vom Zustand.
Jetzt war es doch der richtige Weg, sie in ein Pflegeheim mit ärztlicher Betreuung unterzubringen.
Auch das ich (+ Männe) die notarielle Generalvollmacht in die Wege geleitet haben, war gut so.

Er hatte da garkeine Bedenken und kann nun seinen Abschlußbericht für das Amtsgericht schreiben.

Wenn alle Stricke reißen und eine Zwangseinweisung nötig wäre, dann schaltet sich das Amtsgericht sowieso ein.
Ich konnte mir da aber nicht verkneifen zu erwähnen, dass das aber dann wieder Monate dauert.
Nein, meint er, Pflegeheim und Ärzte haben da jetzt ein Auge drauf.

Sein Wort in Gottes Ohr!

Ich glaube da noch nicht dran ...


Ein Blick in den Vorgarten: ein Meer aus lila und weißen Glockenblumen.
Hortensie und Prachtspiere blühen.

Schönes Wochenende!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Schlaflos

Die Heimplatzsuche raubt mir den Schlaf. :(
Morgen wieder Bettelanrufe starten.
Angeblich kein Zimmer frei.

In 10 Tagen wird sie devinitiv aus der Psychiatrie "geschmissen".
Die Krankenkasse macht nicht mehr mit.
Letze Woche hatte sie beim Duschen einen Kreislaufzusammenbruch.
Man mußte sie aus der Dusche/Wanne ziehen.

Wir warten noch auf das seelische Tief.
Den Tod vom Vater hat sie noch nicht realisiert.

Und gestern im Gespräch mit dem Sozialarbeiter brachte sie den Hammer.
Sie will endlich ins Heim.
Die anderen Mitpatienten wären alle so rücksichtslos, unruhig und laut.
Würden mit den Türen knallen usw.
Ich hab gedacht; mich trifft der Schlag und konnte nicht anders.
Hab sie fassunglos gefragt, was sie denn monatelang mit uns und den Nachbarn gemacht hat.
- Nächtelang Telefonterror mit Festnetz und Handy betrieben.
- Nachts um 4 Uhr die Nachbarn mit Todesnachrichten rausgeklingelt,
- Früh morgens an den Weihnachtstagen den Vater so laut beschimpft und angeschrieen, daß alle im Haus es hören konnten.
- Täglich mit wilden Geschichten die Nachbarn im Hausflur abgepasst, daß sie sich oft ins Haus schleichen mußten.
- Im Trockenraum alle fremde Wäsche von den Leinen gerissen.
- Müll einfach aus dem Fenster geworfen.
usw.

Der Sozialarbeiter war auch ganz perplex und sagte ihr, daß dies nunmal ein Krankenhaus für psychisch Erkrankte ist und sie genauso ist.

Sie hat uns nur erstaunt angesehen.

Der letzte Termin gestern beim Beerdigungsinstitut hat mir den Rest gegeben.
Ich bekam einen schwarzen Ordner mit der Endabrechnung und allen Papieren und Rechnungen, die beim Bestatter aufgelaufen sind.
Zu Hause hab ich dann vorsichtig durchgeblättert.
Jetzt hat man es schwarz auf weiß.
Alle Daten vom Todeszeitpunkt, Leichenschau, Tag der Einäscherung ...
Das läßt alles wieder hochkommen.

Tränen waren wieder viele dabei.

Montag, 30. April 2012

Bloß nicht aufregen ...

Ich bin gerade sowas von in Rage.
Mutter sollte man für den Rest ihrer Zeit in den Keller sperren.

Kaum einen Tag aus dem Urlaub (der wunderschön war - später mehr), gehts schon fröhlich weiter.

Der örtliche Sanitärhandel ruft bei uns an.
Bei ihnen würden noch Badezimmermöbel in Kommision stehen, die meine Eltern im Januar bestellt haben sollen.
Das ganze im 4-stelligen Eurobereich.
Und ein Badumbau war geplant.

Ja klar, in unserer Wohnung ... ohne ein Wort zu sagen ... prima!
Das fehlt uns jetzt auch noch.
Mutter streitet alles ab.

Männe meinte dazu: komm, wir fliegen wieder zurück!

Donnerstag, 19. April 2012

Noch 14 Stunden

... die uns hier in D halten.

Alle Termine und Formulare abgearbeitet.
Danksagungskarten abgeschickt.
Heute Vormittag beim Rentenamt die Witwenrente für Mutter beantragt.
Hat alles wie am Schnürchen gefluppt.
Knapp 1 Stunde später waren wir schon wieder im Parkhaus und haben uns die berühmte "angefangene Stunde" gespart.
Ich war gut vorbereitet und hatte alle nötigen Papiere dabei. Puuuuh .... geschafft.

Kurz zur Mutter ins Krankenhaus.
Frische Wäsche abgeliefert und Tschüß gesagt.

Ab in den Garten!
Wir hatten bisher noch keinen Rasen gemäht.
Sogar nun Zeit für Kaffee und Kuchen auf der Veranda.

Eingecheckt haben wir dank Internet auch schon.
Meinen geliebten Fensterplatz habe ich auch.
T-shirts und kurze Hosen sind gebügelt.
Jetzt wird gleich gepackt.

Und dann hoffen wir, dass die Kinder auch Haus, Hof und Tiere gut versorgen.
Sturmfreie Bude muß ja ausgenutzt werden. ;oD


Morgen Mittag laufen wir auch auf der neuen Strandpromenade.

TSCHÜÜÜÜÜSSSS!!!



Dienstag, 10. April 2012

Der Alltag

... hat uns wieder ein.

Termine, Rechnungen und Formulare bestimmen unseren Tagesablauf.
Hat man die Kinder groß, fängt man mit den Eltern wieder an. *krampf*

Man hat kaum noch Zeit für den eigenen Kram.
Auto war in der Werkstatt, Leihwagen mußte her.
Rechnung mal locker 580,- Euro. Super!
Waschmaschine ist undicht (seit 6 Wochen wasche ich auch Mutters Zeug)
Baustelle im Gäste-WC,
2 Fliesen an der Außentreppe haben sich gelöst,
der Giersch wuchert den Garten zu
und zuguterletzt hat mich eine schmerzende Gehörgangsentzündung zur Hälfte taub gemacht.
Was ein Leben ... es ist zum Heulen.
Männe meint; man müßte für all den Kram ein halbes Jahr Urlaub haben.
Schön wär´s!

Heimplatz für Mutter ist auch noch nicht gefunden.
Wir werden wegen der Wohnsituation ohne Anwalt nicht auskommen.
Die nächste Manie kommt mit Sicherheit und wer weiß schon, was sie sich dann in den Kopf setzt.

Das Amtsgericht rührt sich seit meinem Widerspruch (Betreuung wurde abgelehnt) auch nicht.
Wir kommen nicht ans elterliche Konto.
Der nötige Erbschein dafür dauert 6-8 Wochen.
Also zahlen wir auflaufende Rechnungen.
Was uns nicht so wichtig erscheint, bleibt liegen ... bis zur Mahnung?

Mutter scheint das alles nicht zu interessieren.
Wir sollen das machen, wie wir denken.
Und ich weiß genau, bei der nächsten Manie wird uns das dann als falsch um die Ohren gehauen.
Wie soll man sich da absichern?

Das Leben könnte so schön sein ...

Montag, 26. März 2012

Stand der Dinge

Ich weiß nicht, ob es richtig ist, aber ab und an muß ich hier darüber schreiben.
Vielleicht lösche ich alle Beiträge, wenn alles geklärt/beendet ist.

Ich habe heute morgen meinen Chef angerufen, nachdem ich schon 4 Wochen nicht mehr in der Firma war.
Es lag immer wie eine Last auf mir.
Hab jetzt alles geklärt. Er hat es mir nicht schwer gemacht.
Bis Mitte April reichen meine Überstunden noch und dann läßt er mich 2 Monate mit 0 laufen.
Danach kündigt er mich allerdings.
Ich hoffe bis dahin sieht das Leben wieder anders aus.

Für heute Mittag habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt.
Die rosa Pillen gehen zur Neige .... ohne die gehts einfach nicht mehr.
Er wurde am Freitag auch ins Pflegeheim zu meinem Vater gerufen, nach dem er von der Klinik dorthin gebracht wurde und so extrem unruhig war.
Am Samstag schlief Vater und ich sah in der Schublade eine Ampulle Morphium-Hydrochlorid. 
Es hat mich nicht geschockt.

Ein Gespräch mit der Stationsschwester im Pflegeheim steht heute Nachmittag an.

Über meine Mutter schreibe ich besser nichts.
Ihre verlorene Zahnfüllung und schicke Bekleidung in der Psychiatrie scheinen wichtiger, als mal mit uns den Ehemann zu besuchen.

Ich rege mich nur auf!

Mittwoch, 14. März 2012

Bodenhaftung

... kommt zurück.
So langsam baut sich unser Gefühlschaos ab und wir bekommen wieder Grund unter den Füßen.

Obwohl nun noch viel von der Behördenwillkür abhängt.
Denn deren Urteilsvermögen läßt weit zu wünschen übrig.

Das ausgesuchte Seniorenzentrum machte uns Mut, daß wir mit Mutters Erkrankung doch noch die Heimberechtigung und Pflegestufe 1 bekommen.

Was ich aber absolut nicht verstehen kann, daß der "nette" Herr vom Sozialdienst mit jedem 2. Satz meiner Mutter erklärt, daß sie zu entscheiden hat, wo sie wohnen will.

Hallo?
Eine alte garstige Frau,
die psychisch schwer erkrankt ist,
Medikamente ablehnt,
ihre Umwelt in Chaos versetzt,
gegen Ehemann und Nachbarn gewalttätig wird
und Menschenwürde mit Füßen tritt ... hat die noch ein Recht sich das auszusuchen?
Es ist in meinen Augen ein riesen Fehler gewesen, daß man 1992 die Entmündigung abschaffte.
Mit einer Zwangseinweisung hätte man soviel Leid abwenden können.
Nicht nur der Mutter hätte es diese jahrelange Odysee erspart,
Vater läge jetzt sicher nicht mit Schlaganfall im Kh und das ganze Familienleben wäre nicht so arg aus den Fugen geraten.

Drückt uns die Daumen, dass der Gutachter vom MDK ein einsehen hat.

Samstag, 10. März 2012

Zwischen Leben und Tod

Ich weiß garnicht, wie ich hier jemals wieder "normale" Beiträge veröffentlichen kann, mit Themen über Garten und sonstwas ...
Im Moment ist das Leben nur noch grau.

Vater liegt mit Lungenentzündung, schwer gelähmt und nicht ansprechbar auf der Neurologie.
Die Ärzte haben ihn aufgegeben. Zu großflächig ist das Gehirn abgestorben.
Wie lange noch? Tage, Wochen?

Mutter ist weiterhin in der Psychiatrie und hat ihn mit uns nur einmal besuchen wollen.
Keine Träne geweint.
Im Gegensatz zu mir :( ... es vergeht kein Tag ohne.
Jahrelang hat sie uns in ihrer Krankehit schlecht gemacht. Mich sogar für tot erklärt ...
Und nun, schmeißt sie uns alles vor die Füße und nun regelt mal schön alles ... Vater ist ja nicht mehr da und sie will nicht alleine wohnen.

Nun täglich Termine und Telefonate ...
Mutter bekommen wir mit ihrer psychischen Erkrankung und ohne Pflegestufe in kein Seniorenheim.
Selbst betreutes Wohnen ist nicht zu bekommen.
Die Heimnotwenigkeit bekommt sie nicht.
Wir müssen jetzt echt treten und kämpfen.
Der Sozialdienst ist seit Donnerstag nicht zu erreichen, beziehungsweise ruft niemand zurück. Weder bei Mutter, noch bei Vater im Krankenhaus.

Immerhin haben wir schnell einen gesetzlichen Betreuer für Vater bekommen.
Gestern mit der Rechtsanwältin 2 Stunden elterliche Papiere durchgesehen.

Autokauf muss rückgängig gemacht werden.
Niemand hat Kontovollmacht.
Meine Eltern haben im Januar zu einer windigen Bank gewechselt, die ihnen noch so einiges aufgeschwatzt hatte.
Mahnungen kamen, weil Vater nicht rechtzeitig neue Daten weiter gegeben hat.
Und so weiter, und so fort ...

Gut, dass wir das nicht auch noch selbst erledigen müssen.

Auf den Widerspruch des vom Amtsgericht abgelehnten Betreuungverfahren für Mutter gab es auch nach 2 Wochen keine Antwort.

Und unser gebuchter Urlaub rückt leider immer näher ... keine Ahnung, ob wir ihn antreten können.

Dienstag, 28. Februar 2012

Blogpause

Vater hatte Sonntagabend einen schweren Schlaganfall.
Sofortige Operation brachte keinen Erfolg.
Wir sollen mit dem Schlimmsten rechnen. :´(
Mutter wieder in der Psychatrie.
Ich häng mit meinen Tränen in der Warteschleife.
Was kommt noch alles?

Donnerstag Termin bei der Diakonie.

Freitag, 27. Januar 2012

Und es geht weiter ...

Ich hab es geahnt.

Die Richterin hat die Betreuung abgelehnt.
Wir werden Widerspruch einlegen.

:´((((((((

Donnerstag, 26. Januar 2012

Bipolar die 100ste

Und es geht fröhlich weiter.
Nachdem ich die Anti-Depressiva wegen der Medis gegen die Erkältung langsam ausschleichen ließ, kam promt gestern nach der Arbeit ein weiterer Faustschlag in die Magengrube.

Nachdem meine Mutter sich wieder aus der Psychatrie entlassen hatte, wirft sie nun fröhlich weiter mit Müll.

Die Nachbarin im Erdgeschoss rief an.
Auf Terrasse und Rasen liegen seit Tagen verfaultes Obst, Nadeln, Besteck und Messer.
Sie können ihre 6-jährige Tochter nicht mehr ohne Aufsicht in den Garten lassen.

Wir wissen uns keinen Rat mehr.
Die Richterin vom Amtsgericht, die das letzte Urteil zur Betreuung fällt, war immer noch nicht da.

Niemand kann oder will sie stoppen.

Manchmal glaube ich, so schlimm sich das anhören mag, aber der "Spuk" hört erst auf, wenn Mutter tot ist.
:(((((((((((

Werde gleich beim Amtsgericht anrufen.
________________________________________

Nachtrag 8:30 Uhr:

Nach Heulattake und anschließendem telefonischen Gespräch mit der Sozialarbeiterin von der Vormundschaftsstelle, habe ich nun erneut geschildert, was mir die Nachbarin zugetragen hat.
Es wurde aufgenommen und wird der zuständigen Richterin so schnell wie möglich berichtet.

Am liebsten würde ich mich jetzt in ein Loch verkriechen und erst wieder raus kommen, wenn alles vorbei ist.

Wobei das Wort "vorbei" gibt es bei psychatrischen Erkrankungen nicht.
Die Angehörigen müssen aushalten, daß ist es was man immer wieder hört.
Meinem Frauenarzt habe ich letzte Woche auch mein Leid klagen müssen, weil ich so hohen Blutdruck bei der Kontrolle hatte.
Er hat mich nur bemitleidet.
Er kann ein Lied davon singen.
Seine Frau hat im Wahn mal die Wohnung über der Praxis angezündet, heißt es.

Heute Abend werde ich wohl wieder brav meine halbe rosa Pille nehmen.

So, werde mich jetzt wieder beruhigen und dann saugen/Küche aufräumen und zur Arbeit fahren.
_______________________________

Nachtrag 10:15 Uhr:

Sozialarbeiterin rief gerade zurück.
Richterin, ein Arzt und Sozialarbeiterin fahren nun zur Mutter.
Jetzt kann alles passieren.
Wenn sie überhaupt die Türe öffnet: entweder flippt sie hysterisch aus oder sie kocht brav Kaffee.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Ich lebe noch ...

Zwar gedopt und der Blutdruck ist nicht mehr so emenz hoch.
Die anfänglichen Nebenwirkungen lassen auch nach und mit 170 zu 80 läßt sich schon besser leben.
Einen Krankenschein habe ich abgelehnt.
Letzte Woche habe ich nicht mehr gearbeitet, sondern erstmal Überstunden abgebaut.
Diese Woche nur 4 Stunden.

Das schwarze Loch ist etwas verfüllt, jedoch bleibt die Ursache unverändert.
Inzwischen wurde ein gesetzlicher Betreuer benannt, aber das letzte Gutachten der Richterin steht noch aus.
7 unvorstellbar schlimme Wochen sind seid dem Betreuungsantrag vergangen.
Ja, der Amtsschimmel wiehert ... :(((((((((
Da wundert mich die Briefbombe letzte Woche im Kölner Amtsgericht überhaupt nicht.

Ebenso "schnell" arbeitet sicher ein Jugendamt, wenn es nach Meldungen der Nachbarn, mal wieder zu spät für das misshandelte Kind war. :((((((

Seit gut einer Woche keinen Kontakt mehr zu den Eltern.

Lediglich ein unverschämter Kritzel-Brief, bestehend aus einem Schmierzettel mit kaum lesbarer Schrift und ohne Absender, kam gestern von meiner Mutter an.
Der mit unvollständiger Adresse erstmal 10 Tage durch Duisburg geirrte war.
Muß wohl noch aus der manischen Zeit vor Silvester sein.

Verdrängen! Verdrängen!! Verdrängen!!!
Es ist nicht der erste dieser Art!

Am WE haben wir eine Geburtstags-Party sausen lassen.
Uns war einfach nicht nach dunkler 30km-Fahrt über die Autobahn und anschließender Fetenmusik.



So ... für heute reicht´s mir.
Morgen ein paar erfreulichere Zeilen. Versprochen!!!