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Donnerstag, 7. Januar 2016

Stunde der Wintervögel

Es ist mal wieder soweit: --> Volkszählung! <--

Da wir bisher noch keinen Schnee hatten, sind meine Schneemänner zwischen den Winterstauden doch sehr dekorativ.

Nach einer sternenklaren Nacht hatten wir heute Morgen nur 3 Grad.
Es wurde nun Zeit die Heizung im Wohnzimmer aufzudrehen.
Bisher war das noch nicht nötig.
Nachdem wir Schnuti um 9 Uhr zum Kiga gebracht hatten (sie hat bei uns übernachtet), hatte ich Zeit für einige Fotos.

Aktuell gibt es bei Aldi Süd wieder gefüllte Kokosnuss-Hälften.

Im Februar dann sogar auf 50 cent reduziert.
Die Vögel fressen wie wild daran.
Im Gegensatz zu den überteuerten Energieblöcken, die nicht angerührt werden und nach kurzer Zeit schon keimen und faulen.

Auf dem Tisch steht immer eine Schale mit Fettfutter und Erdnussbruch.

Da kommen die Vögel sogar ganz nah ran, teilweise bis zur Fensterscheibe, ob da drin nicht nochwas zu holen ist.

So läßt sich mancher Vogel sehr gut beobachten, was sonst im Garten nicht möglich ist.
Hier ein vorwitziges Rotkehlchen.
Auch Zaunkönig, Dompfaff, Star und Heckenbraunelle trauen sich.

Die Blau- und Kohl-Meisen kommen sogar bis ins Wohnzimmer und bedienen sich am Studentenfutter ;o) wenn die Türe auf steht.
Mit viel Geduld und Zeit kommen letztere sogar auf die Hand.

Da kommt eine umfangreiche Artenliste zusammen.

Bis einschließlich Sonntag läuft die Aktion "Stunde der Wintervögel 2016".
Also morgen ... ab nach Aldi ;o)
... und die gesichteten Vogelarten --> HIER <-- online melden.

Samstag, 21. Juni 2008

Rotkehlchens Tagebuch

Unser fast schon zutrauliches Rotkehlchen, was bei jeder Gartenarbeit um die Harke hüpft, hat sich entschlossen in unserem Blumenkasten am Gartenhaus die zweite Brut groß zu ziehen.

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Sa. 14.06.


Trotz regem Grillpartytreiben zum 18. Geburtstag meiner Tochter, beobachtet wir, daß ein Rotkehlchen mit viel Moos und Halmen pausenlos in den Geranienkasten fliegt.



Gleich hinter der blauen Glaskugel wird fleißig an einem Nest gebaut.
Sparsam gießen ist ab nun angesagt.

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Fr. 20.06.




Das erste Ei liegt im Nest.
Ca. 1 cm lang und grau-weiß.


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Sa. 21.06.




Das zweite Ei ist da.



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So. 22.06.

Ei Nummero 3 ist gelegt.
Nun wird schon misstrauisch gepfiffen, wenn man sich dem Blumenkasten nähert und beide sind gleich zur Stelle.
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Mo. 23.06.

Das vierte Ei liegt im Nest.
Laut Wikipedia liegt die Gelegegröße bei fünf bis sieben Eiern, meist werden sechs gelegt.
Bei drei erfolgreichen Bruten bringen es die kleinen Vögel auf durchschnittlich 18 Junge pro Jahr.

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Mi. 25.06.

6 Eier liegen im Nest und es wird gebrütet. Die Brutzeit dauert zwischen 13 und 15 Tagen.

Da ich in nächster Zeit weder ins Nest sehen, geschweige denn ein Foto machen kann, hier noch ein interessanter Bericht aus wikipedia:





"Entwicklung der Jungvögel

Junges RotkehlchenIn der Regel schlüpfen die blinden Jungen in den Morgenstunden zwischen fünf und neun Uhr.
Normalerweise ist das Schlüpfen des Geleges in vier bis sechs Stunden abgeschlossen.
Den frisch geschlüpften Jungen droht Gefahr von Laufkäfern und Schnecken.
Das Weibchen trägt die Eischalen anschließend bis zu 30 m vom Nest weg und lässt sie dort fallen.
In den ersten Tagen füttert das Männchen das Weibchen, welches das Futter schließlich an die Jungvögel weiterreicht.
Es verschluckt auch den Kot der Jungen, der später von den Altvögeln lediglich weggetragen wird.
Nach dem vierten Tag stellt das Weibchen das Hudern langsam ein und das Männchen füttert die Jungen direkt.
Nach sechs Tagen öffnen sich die Augen der Jungvögel, die am siebten deutlich zu betteln beginnen.
Vom ersten bis sechsten Tag verteidigen die Altvögel die Jungen und greifen dabei selbst deutlich größere Tiere an.
Etwa ab dem neunten Tag nächtigt das Weibchen nicht mehr auf dem Nest.
Ab dem zehnten Tag können die Jungvögel bei Störungen das Nest verlassen.
Eine ungestörte Nestlingszeit dauert normalerweise 12 bis 15 Tage.

Die Jungen sind nach dem Verlassen des Nestes noch flugunfähig und halten sich am Boden verborgen.
Dort werden sie noch einige Zeit von den Altvögeln mit Nahrung versorgt. Das Männchen füttert oft noch die Jungen der ersten Brut, während das Weibchen schon auf dem zweiten Gelege brütet.
Ab dem 13. Tag singt das Männchen den Jungvögeln oft aus vier bis sechs Metern Entfernung vor, um sie auf den Gesang zu prägen."

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So. 06.07.

Es wird noch fleißig gebrütet. Morgen/übermorgen könnte es so weit sein.

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Mo. 07.07.

Es ist geschehen. Willkommen in unserer Welt!
Heute morgen war das Männchen schon ganz emsig dabei sein Weibchen Insekten zu bringen. Gegen 12:00 waren beide Elternvögel kurz ausgeflogen und ich nutzte schnell die Gelegenheit ein Foto zu schießen.
Natürlich muß das schnell gehen.



In der Vergrößerung siehe ich 5 Jungtiere und ein Ei. Man kann in der Mitte sehr gut einen Kopf mit Schnabel und die Kopfbüschel sehen.
Darunter liegt noch eins. Oberhalb Nr. 3 mit Kopf zur Kugel. Weiter unten ein Junges mit Kopf nach rechts gelegt und unter der Kugel liegt Nr. 5 im Nest, da lugt der kleine Schnabel hervor.

Bin gespannt ob Nr. 6 noch schlüpft.

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Mi. 09.07.

Alle Küken sind geschlüpft.
Heute nachmittag konnte ich 6 hungrige Jungvögel im Nest sehen.
Das Hudern wird so langsam eingestellt.
Immer öfter sieht man das Weibchen mit strubbeligem Bauchgefieder auf Futtersuche.


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So. 13.07.


Heute bei schönen Sommerwetter hatte ich die Zeit und Gelegenheit noch einige Nestfotos zu schießen.
Die Vogeleltern sind auch längst nicht mehr so ängstlich, wenn man sich dem Nest nähert. ;)



Frau Rotkehl (an den zerzausten Bauchfesdern zu erkennen) hat aber alles im Blick.

Links ...



... und rechts!



Und schon wird weiter gefüttert. Von Sonnenaufgang ...



... bis spät in die Nacht.



Inzwischen "schauen" die noch blinden Küken schon über den Nestrand und man kann sie schon sehr gut piepsen hören.



"Wir wollen fressen ...



... und schlafen."


Hier kann man gut erkennen, daß es sechs Küken sind, denen die Federkiele wachsen schon.

Nächstes WE werden sie wohl schon flügge sein.

Ich hoffe bis dahin noch einige Fotos schießen zu können.


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Di. 14.07.


Schlechte Nachrichten!

Heute Nachmittag fand ich nach der Arbeit, ein totes Küken ca. 3 Meter vom Nest entfernt im Gras liegen. Es war schon tot, hatte aber keine äußerlichen Verletzungen.

Ob es allein aus dem Nest gefallen ist oder schon tot von den Eltern hinaus getragen wurde, ob ich es hätte retten können, wenn ich zu Hause gewesen wäre ... ich weiß es nicht.

Wir habens begraben ... neben dem Waldmeister.

Die fünf anderen sind wohl auf und man hört ihr betteln bis zur 20 Meter entfernten Terrasse.


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Do. 17.07.

Leider zwei weitere tote Küken gefunden.

Daraus resultiert wohl auch das geringe Alter. Im Durchschnitt werden Rotkehlchen nur 1,25 Jahre alt.
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Fr. 18.07.
Auch heute lag wieder ein totes Küken im Nest. Ich habs beerdigt.

So langsam hab ich das Gefühl, die 4 sind einfach nur verhungert.
Wenn ich so die Fütterung mit den Meisen vergleiche, so sind die Rotkehlchen mit viel größeren Pausen zum Nest geflogen.
Auch die Insekten waren viel kleiner, was man so im Schnabel der Elterntiere sehen konnte.

Schade um die 4 kleinen Jungvögel die jetzt beim Waldmeister ruhen.

Gegen 18/19:00 sind dann die zwei Überlebenden aus dem Nest gelockt wurden.
Flügge waren die aber noch nicht. Eins habe ich spät abends noch durch Nachbars Garten hüpfen sehen.

Nun ist das Nest leer.
Nur ein letztes Kothäufen liegt auf dem ausgetretenen Nestboden.

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Mi. 23.07

Bisher hört man die Eltern immer noch im unserem Garten oder der Nachbarn.
Ob die zwei Kleinen noch leben weiß ich nicht, da es hier auch einige streunende Katzen gibt.