Samstag, 5. November 2011

Insel-Rundfahrt

Nach unser 1-stündigen Busfahrt vom Flufhafen zum Hotel, stand für uns fest; hier leihen wir keinen Mietwagen.
Zu viele Steigungen, Einbahnstraßen und hupende PKWs.
Den Stress wollten wir uns nicht antun.
Außerdem fuhren hier Taxis für ganz kleines Geld.

Wir buchten gleich am 2. Tag bei der Reiseleitung eine ganztägige Inselrundfahrt mit deutschsprachigem Reisebegleiter und Mittagessen.
Wir können Tamaran nur empfehlen.

Am Morgen wurden wir um 8:40 Uhr am Hotel abgeholt und wir fuhren los in einer Van-Kolonne Richtung Orotava Tal.

Am dortigen Aussichtspunkt stellte sich der Reisebegleiter vor und erklärte uns die Reiseroute (~130 km) anhand einer Karte.
Die Sonne ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht über den Bergkamm gekommen.

Im gegenüber liegenden Haus der Balkone konnten wir den großen kühlen Innenhof mit seiner Bepflanzung bewundern.

Gleichzeitig gab es alte Handarbeitsarbeiten zu sehen, die man auch käuflich erwerben konnte.
Ebenso Produkte, wie Honig, Moja oder Wein von der Insel.

Weiter ging es auf verschlungenen Straßen hinauf in den Mercedeswald.
Kiefern mit langen Nadeln sorgen mit den Passatwolken für das ausreichende Nass auf dieser Insel.
Von den Wolken die täglich an diesen Wäldern vorbei streifen, war zu unserer Zeit nichts zu sehen, also hatten wir freien Blick.
Sonst steht man hier in einer Nebelwand.

Die Basalt-Rose hatte der freundliche Reisebegleiter kurz vorher für uns in den Stein gehauen; erzählte er schmunzelnd. ;o)
Was man auf solchen Urlaubsbildern oder Reisebüchern nie erkennt, die Rose hatte einen gewaltigen Durchmesser von 8 Metern.
Das heißt, so hoch wie ein 3-stöckiges Haus.
Faszinierende Größe!

Uns blieb die Zeit einen kurzen Spaziergang durch das trockene Bachbett zu gehen.
Wir erreichten die obere Baumgrenze bei ca. 2300 m über dem Meeresspiegel.
Die Temperatur noch angenehm für T-shirt und kurze Hose.

Trockene Vegetation wohin man sah.

Im Restaurant Bamby der erste Stop um in luftiger Höhe den Teide und einen Espresso zu genießen. Ebenso die sauberen Erfrischungsräume (OT Reisebegleiter) zu benutzen.

Ich nutze die Chance auf der Terrasse einen heimischen Kanarienvogel zu fotografieren ... wenn ich schon auf den Kanaren bin. ;o)
Übrigens der Einzige der mir in den 2 Wochen (scharf) vor die Linse kam.

Der Teide ... noch rund 1500 Meter trennen uns von der Spitze.

Rundherum Mondlandschaft.
Noch mit leichter Bepflanzung, was weiter rauf auch noch verschwand.

Ein paar Kilometer weiter ragte der Gottesfinger gen Himmel.
Natürlich muß man dagewesen sein.
Wir stehen übrigens in einem Nationalpark und es ist strengstens verboten von dort Pflanzen, Samen oder Steine mitzunehmen.
Aber hola, trotz kühlerer Temperaturen ... so weit oben, die Sonnencreme nicht vergessen.

Meilenweit nichts als erkaltete Lavaströme und Gestein.
Hier wurden Filme wie "Kampf der Titanen" oder "Planet der Affen" gedreht.
Wenn man sich auf diesem Aussichtspunkt umdrehen würde (ich habe kein Foto gemacht) sieht man ein Hotel mit Nationalpark-Info und eine Kapelle.
Um nach der Seilbahn die 170 Meter bis zum Krater zu laufen, benötigt man eine schriftliche Sondergenehmigung, die aber 2-3-monatige Wartezeit in Anspruch nimmt.
Wir fahren weiter am Schuh der Königin vorbei und sehen auf einen Vulkankegel der 1909 das letztes mal ausgebrochen ist.

Weiter unten gegen 13:30 Uhr kommen wir nach Santiago del Teide.
Es riecht im ganzem Tal herrlich nach Anis, der nicht nur auf den Feldern wuchs.
Ich habe Samen mitgenommen. ;o)
In diesem Landstrich wächst Teneriffas bester Wein.
Im dortigen, unter Wanderern bekanntem Restaurant Freytas gibt es für uns ein 3-gäniges Menü mit Rotwein und Wasser.
Gemüsesuppe mit Kichererbsen, Hähnchenschenkel mit kanarischen Runzelkartoffeln und Mojo und zum Schluß Insel-Bananen.
Lecker war es!

Gut gestärkt geht es weiter hinab nach Garachio.
Ein Dorf erbaut auf einer Lavazunge.
1706 überzog glühende Lava die Felder, schüttete den Hafen zu und zerstörte den größten Teil der Stadt.
Nach einem 3/4-stündigem Aufenthalt geht es weiter nach Icod de los Vinos, wo wir den tausendjährigen Drachenbaum bewundern und fotografieren dürfen.


Der Reiseleiter berichtet uns von diesem Wahrzeichen und heute weiß man, daß er in Wirklichkeit höchstens 600 Jahre alt ist.


Da der Stamm schon sehr löchig ist und er beim nächsten Sturm zerstört werden könnte ...

... hat man nichtmal 100 Meter weiter oben schon einen Nachfolger wachsen.
Die Stadt will auf die Einnahmen der Touristen-Ströme nicht verzichten. ;o)

Am letzten Haltepunkt, wie auch an den vielen anderen, bekamen wir auch hier Pflanzen gezeigt, die bei uns nur in Töpfen wachsen.
Wir durften an den Blättern vom Wermut und Pfefferbaum riechen.
Letzterer wächst auf der ganzen Insel und von ihm kommen die rosa Pfefferkörner in den Gewürzmischungen. Die zerriebenen Blätter duften feinwürzig.

Bevor wir uns gegen 17:00 Uhr verabschiedeten um ins Hotel gebracht zu werden, konnte ich unseren Reisebegleiter von Tamaran noch heimlich fotografieren.
Leider weiß ich seinen Namen nicht mehr.
Wir können die Inselrundfahrt (60,- p.P.) nur empfehlen.

Donnerstag, 3. November 2011

Taoro-Park

Eine Vielzahl von Treppen und verschlungenen Wegen führen, vorbei an Wasserfällen und vielen grünen Pflanzen, hinunter zur Innenstadt von Puerto de la Cruz.

Ein Wassergarten, der wunderschön angelegt wurde und machen den Taoro-Park zu einem Erlebnis.

Das Cafè dort ist ein herrlicher Platz um das Panorama Puerto de la Cruz zu genießen, jedoch hatte es im Oktober nie geöffnet.
Für die vielen gepflanzen Palmen und Blumen sorgt eine unterirdische Bewässerungsanlage.

Der Schraubenbaum mit seinen Luftwurzeln ...

... und großen Samenständen.

Zwischen den Wasserfällen war es bei über 30 Grad gut auszuhalten.

Viele Bänke luden zum Verweilen ein.
Besonders beim Aufstieg der rund 250 Treppen-Stufen.



Das alles wird mit einem wunderschönen Ausblick auf Puerto de la Cruz gekrönt.

Ein Drachenbaum auf dem Taoro-Gelände, wo früher zur Zeit des britischen Tourismus, Pferderennen gestartet sind.
Die ehemalige Pferderennbahn war damals eine gesellschaftliche Attraktion.

Ein kleiner Teich mit Goldfischen und Wasserschildkröten ist leider nicht gepflegt oder das Wasser ist durch die Hitze umgekippt.
Täglich trieben tote Fische an der Wasseroberfläche.

Den Schildkröten und ...

... der knallroten Feuerlibelle schien das nicht zu stören.

Der Florett-Seidenbaum hat im Herbst seine Blütezeit.
Die ca. 15 cm großen Blüten sind wunderschön dunkelrosa bis lachsfarben gefärbt und mit einer feinen Zeichnung verziert.

Die Stämme sind mit kräftigen Stacheln besetzt und geben ihnen ein echsenhaftes Aussehen.

Apropo Echsen.
Meine Lieblingstiere auf der Insel habe ich noch garnicht vorgestellt.
Eine Geröllwüste inmitten des Parks gewährt den Kanarischen Echsen Unterschlupf und ein paradiesisches Zuhause.
Mit ein wenig Geduld kann man sie quirlig herumwuseln sehen und auch mit Obst füttern.

Die männlichen Tiere haben eine kräftige blau-grüne Hautfärbung und können bis zu 30 cm lang werden.

Die Weibchen sind wesentlich schmaler und dezent braun gemustert.

Aber diesen faszinierenden Tieren werde ich noch einen extra Beitrag widmen.

Morgen geht es weiter mit unserer VIP-Inselrundfahrt.

Mittwoch, 2. November 2011

Puerto de la Cruz

... ist touristisches Zentrum der Inselnordküste ...

... und der erste Blick auf den Atlantik war schon atemberaubend.

Der zweite aber ernüchternd.
Da wo man Strand vermutete lag ein PKW-Parkplatz und wilde Schuttablageplätze.
Über den wir hunderte von Metern laufen mußten um auf die Kaimauer zu kommen.

Der Atlantik hatte die Küste im Griff.
Höhe Wellen und Felsbrocken machten das Schwimmen unmöglich.
Jetzt wußten wir auch, warum das Meerwasserschwimmbad Costa Martiánez gebaut wurde.

Die Augen ins Landesinnere gerichtet, sah man den höchsten Berg Spaniens ... den Vulkan Teide, der bis zum heutigen Tag noch Schwefelwolken ausspuckt.
Das umfassende zentrale Gebiet wurde 1954 zum Nationalpark erklärt.
Aber in den nächsten Tagen mehr darüber.
Der Hügel davor entstand ebenso durch einen Vulkanausbruch.

Vom Hotel aus konnte man den Loro-Park erblicken und obwohl dieser rund 3 km entfernt lag, konnte man die Orcas bis zu uns "singen" hören.

Die vielen Treppen und An- und Absteigungen gehören zum Stadtbild von Puerto de la Cruz.
Auch diese Stadt ist an einen Bergrücken gebaut.

In der City prächtige Hibiscus-Bäume vor weißen Balkonen.

Ein blühender Tulpenbaum an der Plaza Concejil.

Plaza del Charco - im Oktober hält sich das Treiben in Grenzen und man findet in jedem Cafe problemlos ein Plätzchen, um die Einheimischen mit ihren kleinen Hunden zu beobachten.

Am Hotel Monopol in der Innenstadt waren die Stufen am Eingang jeden Morgen mit frischen Blüten geschmückt.

Blühende Bäume am Plaza de la Iglesia mit ihrer Kirche.

Ein parkähnlich angelegter Platz mit Schwanenbrunnen im Jugendstil.

Das plätschernde Wasser lockt nicht nur Menschen an.

Kleine Türkentauben waren überall anzutreffen.

Straßenkünstler gibt es auch hier.
Die Zwei hatten es wohl mal eilig ... allerdings nun "eingefroren" ... und windig war es keinenfalls.
Bei jedem Geldeinwurf in den Hut, kam Bewegung ins Spiel.

Wir laufen weiter Richtung Calla San Telmo mit seiner kleinen weißen Kapelle.
Rechts am Bildrand.

Neben dem Hafen oberhalb der Plaza Europa stehen altertümliche Kanonen.

Der Blick von der Mauer auf die natürlichen Felsen der Hafeneinfahrt und den Ausleger der vor heranrollenden Wellen schützt.

Am Nachmittag gehts zurück zum Hotel, nicht ohne von oben herab einige Fotos zu machen.
Auch hier wieder Bausünden der 70er Jahre.

Morgen geht es weiter mit dem Taoro-Park.

Dienstag, 1. November 2011

Friedhof in Puerto Cruz

Ich dachte mir, zum heutigen Allerheiligen-Tag auch einen katholischen Friedhof von dieser Insel zu zeigen.
Cementerio San Carlos - angelegt 1810.

Bei unserem ersten Spaziergang Richtung Playa Jardin trafen wir, zwischen hohen Hotelbauten (rechts oben) und Schwimmstadion, ganz zufällig auf einen Platz, der mit weißen Mauern umschlossen war.

Wir waren überrascht, an diesem Ort einen Friedhof zu finden.
Und so ganz anders als bei uns, sah es dort aus.

Wenige Grünpflanzen wachsen auf den Gräbern, dafür nehmen bunte Blumen die überhand.
An den Mauergräbern, in denen keine Urnen sondern Särge eingemauert werden, hingen Metallschalen mit frischen und künstlichen Blumen.

Papageiengeschrei mischte sich mit dem lauten Lachen der Maler, die gerade dabei waren, die Mauern neu zu weißeln.

Eine alte Frau richtete Blumen und klopfte dann mit ein paar spanischen Worten an die Mamorplatte. Ein Gruß an den Verstorbenen?!

Eine bizarre Stimmung auf diesem Friedhof.
Eben so ganz anderes als bei uns.