Montag, 20. Juli 2015

Passionsblume

Am Geländer der Terrasse
wächst sie mondelang heran.
Regen taucht ihr Blatt ins Nasse.
Alle schaun und denken dran.

Eines Morgens ist ihr Orden
aufgestellt und offenbar.
Blaue Strahlen, weiße Borden,
wo nur grün die Knospe war.

Eine Blüte sonder Regel,
die uns ängstigt und gefällt.
Helle Hammer, dunkle Nägel
überm Leidenskreis der Welt.

(Georg von der Vring)
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Ganz exotische Blüten, die ihr sicher alle kennt.
Ich wollte euch mal mein Blüh-Wunder zeigen.
Passiflora caerulea oder auch Marajuca-Blüte.

Im Mai 2011 erstand ich auf dem Flohmarkt eine Pflanze für gerade mal 2,50 Euro.
Was ich aber erst vor einigen Jahren gelesen habe; diese Sorte ist bis -15 Grad winterhart.
Schön, dachte ich ... ein Topf weniger, der im Winter rein muss.

Die ersten Jahre "überlebte" sie in ihrem 12er Topf.
Oft vergessen zu gießen, ohne Dünger blühte sie trotzdem jeden Sommer mit wunderschönen Blüten.

Im letzten Sommer hab ich die Pflanze dann im Schildkrötengehege an ein Rankgerüst ausgepflanzt.
Und nach dem Winter hab ich sie nicht zurück schneiden müssen.
Es war nichts braun geworden und teilweise sind auch grüne Blätter trotz Frost hängen geblieben.

Hier sieht man zwei Knospen kurz vor der Öffnung.

Die Blühzeit ist mit maximal zwei Tagen recht kurz.
Dafür gehen täglich neue Knospen auf.

Hier sieht man schon die kleine Frucht, was später mal eine essbare Maracuja werden will.

Um Früchte zu bilden braucht die Pflanze eine zweite.

Nun warte ich darauf, dass die Früchte gelb-orange werden.
Und dann wollen wir mal sehen, ob rotes Fruchtfleisch gebildet wurde.
Im letzten Sommer waren es nur leere Hüllen.

Sonntag, 19. Juli 2015

Bienenhotel im Juli

Mein Bienenhotel auf den Balkon hat neue Gäste.

Waren es im April noch die dicken Mauerbienen.
Sind es nun die viel kleineren Löcherbienen (Osmia truncorum), die in die schmalen Löcher der Bambusstäbe einziehen.

Und sie machen, mit richtig viel Müll vor der Türe, auf sich aufmerksam.

Erst wird das Bambusmark raus getragen und später verlieren sie beim dauernden Einflug jede Menge Pollen.

Löcherbiene im Anflug unten.

Und hier oben ist gerade eine der Wildbienen beim verschließen der Kammern.
Das geschied mit kleinen Harzbrocken und Sandkörnern.

Die Bienenart ist winzig. Gerade mal 4-8 mm lang.

Hier hat sich eine beim Fotografieren auf meinen Arm gesetzt.

Also so ein Bienenhotel (meins war von Aldi) lohnt sich alle male.
Es ist immer was los.
Letztens konnte ich eine Kohlmeise dabei beobachten, wie sie einzelne Löcher aufpickte und den klebrigen Harz frass.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Spinnenballett

Woow!

Muss man gesehen haben ;o)
Was sich die Männchen so alles aneignen um einem Weibchen zu imponieren.
;o)

Sonntag, 12. Juli 2015

Biotop-Exkursion

Im Sommerprogramm der Volkshochschule gibt es dieses Jahr wieder viele geführte Biotop-Begehungen in unserer Stadt.

Und gestern hab ich nach vielen, vielen Jahren mal wieder an einer teilgenommen.
Ich muß sagen, durch Kindererziehung, Haushalt und kranken Eltern, ist mir doch in den letzten 15/20 Jahren etliches durch die Lappen gegangen, wozu ich keine Zeit oder Gelegenheit hatte.
Das wird jetzt in vollen Zügen nachgeholt.

Es ging auf die Rockelsberghalde, die in den 90ern renaturiert und bepflanzt wurde und heute Teil des Rheinuferparks ist.
Früher wurden hier Schlacken der Stahlindustrie abgelagert.
Mit fast 70 m über NN der höchste Punkt in Duisburg. Woow! ;o)
Also zogen wir bei purem Sonnenschein und 31 Grad mit Diplom-Biologin und ca. 40 Teilnehmern los.
Möglichst im Schatten ... es war fast zu heiß!

Im Schatten der Rheingasse entlang ...

... an großen Holzstapeln vorbei ...

... bis zu den Rheinwiesen.

Hier begang der "Aufstieg".
Rechts und links des Weges immer wieder Stops an Pflanzen und Bäumen.
Wer wollte konnte probieren, riechen und sich den Magen füllen.
Kratzbeere, Brombeere, Vogelbeere, Schlehe und die Früchte es Maulbeerbaumes waren schon reif.

Fast oben angekommen, wurde die Vegetation immer weniger.


Nur noch vereinzelte Brombeerranken und wilde Heckenrosen säumten den Weg.

Ein Honigduft lag in der Luft ... das Echte Labkraut.

Ein Paradies für Insekten.
Kratzdistel, wilde Karde, Kaiserkrone, Nachkerze, Braunwurz und das giftige Kreuzkraut.

Letzeres hatten man zum Fressen gern.
Die Raupen des Jacobskrautbären.
Trotz auffälliger Färbung fressen die Vögel sie nicht.
Durch ihre giftige Futterpflanze, sind die Raupen es auch für ihre Fressfeinde.

Hier die wilde Karde im trockenem Wassergraben.

Schön kann man hier sehen, dass die Blüte in der Mitte zu blühen beginnt und dann kreisrund nach oben und unten weiter blüht.

Oben auf dem Plateau angekommen, blüht großflächig der Hornklee.
Eine Futterpflanze der Bläulingsraupe.
Die Aussicht war großartig gestern.
Bis Dinslaken und Oberhausen (Gasometer) konnte man sehen.

Und auf der anderen Seite über das grüne Rheinhausen bis nach Krefeld.
Hier oben sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht.
Und zwei Rehe wurden auch schon gesichtet.

Mitte August geht es dann in den Volkspark mit phänologischem Garten.
Ich werde berichten!
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Nachtrag:
Bericht und Fotostrecke der WAZ

Samstag, 11. Juli 2015

Morgenrot

Heute um 05:22 Uhr gab es soooo ein schönes Morgenrot, da hab ich schnell mal ein paar Fotos geschossen!

... und anschließend noch 3 Stunden weiter geschlafen. ;o)

Freitag, 10. Juli 2015

Orangenplantage

Wie versprochen kommen heute noch Urlaubsbilder von unserem Besuch einer Orangenplantage in Soller/Mallorca.
Schon seit vielen Jahren bestellen wir bei Fet a Soller im Winter unsere großen Pakete voller Zitrusfrüchte aus ökologischem Anbau.
Wenn wir so ein Paket öffnen, ist es der Duft Mallorcas, der uns entgegenströmt.
Und schon lange wollten wir sehen, wo sie herkommen und wie sie wachsen.

Die lieben Menschen der ecovinyassa machen es möglich.

Nichtmal 15 Minuten Fußweg vom Marktplatz Sollers aus, liegt im herrlichen Gebirgstal diese Orangenplantage und an einigen Tagen in der Woche ist sie für Besucher zugängig.
Nach vorheriger Anmeldung per Mail oder Tel. wird man an der Finca freundlich von den Besitzern begrüßt.
In spanisch, französisch, englisch und sogar deutsch.

Auf einem Rundgang befinden sich Wegweiser ...

... und über 40 Hinweistafeln in eben 5 der wichtigsten Sprachen, sodass man diesen Weg allein durch die duftende Plantage machen durfte.

Im April/Mai hängen Blüten und Früchte gleichzeitig am Baum und es wird auch durch die vielen verschiedenen Sorten fast ganzjährig geerntet.

Das ganze Tal duftet nach Orangenblüten.
Ich liebe es um diese Jahreszeit auf Mallorca zu sein.

Die Äste hängen bis zum Boden voller Früchte.

Auch schonmal aufgepfropft Zitrone und Orange an einem Baum.

Nach ca. 1 Stunde kommt man ganz abgeschieden unter einem großen Baum zu einer Sitzmauer.
Dort steht schon ein Korb mit Orangen für eine Pause bereit.
Liebevoll wurde auch an ein Messer, Schaleneimer und eine Kanne mit Wasser zum Hände reinigen gedacht.

So gestärkt ließen wir Tal, Gebirge und Landschaft auf uns wirken.
Ganz wenige Menschen sind uns auf der weiten Fläche begegnet.

Es gab auch Besonderheiten zu sehen.
Hier Buddhas Hand.
Avocados ... ich wußte garnicht, dass die an so riesigen Bäumen wachsen.
Die Blüte ist winzig klein.

Das sind die Fruchtansätze der ... fällt mir gerade nicht ein ... muß noch mal googeln.
Jetzt weiß ich es ... Kaki! ;o)

Der große Feigenkaktus hat mich auch staunen lassen.
Er wuchs aus einer trockenen Mauerspalte.
Was auch höchstinteressant war, die Tatsache, dass eine Quelle aus den Bergen durch die Plantage führte, ein gemauertes Becken für die Bewässerung füllte und dann weiter lief und so 15 weitere Gärten und Felder mit Wasser versorgte.

Nach über 2 Stunden kamen wir zurück zur Finca.
Dort durften wir durch Kräuter- und Gemüsegarten laufen.
Pistanzien, blühende Kapernsträucher, Erdbeerbaum und vieles mehr konnte man betrachten.
Anschließend ließen wir uns unter dem Hausbaum nieder.

Hier standen Tische und Stühle bereit.
Und man verabschiedete uns mit Tapas, Orangensaft, einer Papiertüte voller Zitrusfrüchte und einer herrlichen Ruhe, weit weg vom Massentourismus.
Das ist Urlaub pur!
Beim nächsten Mal werden wir wieder der Finca Vinyassa einen Besuch abstatten.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Ein Tropfen ...

... auf den heißen Stein.
Fast täglich ist nun Unwetter mit Starkregen angesagt.
Doch die Gewitter und dunklen Wolken ziehen gezielt rechts und links an uns vorbei.

In nichtmal 90 km Entfernung kamen sogar tennisball-große Hagelkörner runter.
Ohweh!
Das Video davon sieht besorgniserregend aus.

Die neue Woche brachte uns weiterhin Temperaturen von über 30 Grad.
Langsam reicht es damit.
Das Rübenfeld, an dem ich täglich vorbei fahre, hat inzwischen auch die Farbe von grün in größtenteils braun gewechselt.
Was da noch geerntet werden sol, ist fraglich.
Auch die Getreidefelder haben nur Notkörner gebildet.
Ganze Baumalleen sehen aus wie im Herbst, sind mit trockenem Laub übersät.
Die Stadt hat schon aufgefordert, dass man doch bitte die Straßenbäume vor der eigenen Haustüre mit wöchentlich 50-60 Liter Wasser versorgen soll.

Heute Nacht dann leises Gurgeln in der Dachrinne.
Hurra ... endlich ... ganze 2 l/m² sind gefallen.
Wir hoffen auf mehr.


Hohe Temperaturen und wenig Regen im bisherigen Jahr 2015!

Januar = 75,6 Liter/m²
Februar = 46,1
März = 47,8
April = 17,9
Mai = 33,8
Juni = 45,7
Juli bisher = 11,2

Zum Vergleich: der normale Durchschnitt für unsere Region wären
60 Liter/m²

Samstag, 4. Juli 2015

Unwetterwarnung!

Es war nach so einer heißen Woche zu erwarten.

Doch die Vorhersage vom Deutschen Wetterdienst für unsere Region/Stadt klingt alles andere als normal:

"Ab dem frühen Nachmittag muss heute bis in die Nacht zum Sonntag hinein örtlich mit unwetterartigen Gewittern aus Südwest gerechnet werden.
Dabei sind heftiger Starkregen zwischen 25 und 40 l/qm in kurzer Zeit, Hagel mit einem Durchmesser um 3 cm sowie schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10) möglich.
Lokal ist auch extrem heftiger Starkregen über 40 l/qm in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen.
Am Sonntag muss dann verbreitet mit schweren Gewittern gerechnet werden, die erneut mit heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen einhergehen können.
Bei wiederholt auftretenden Gewittern ist auch extrem heftiger Starkregen um 60 l/qm in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen.
Erst in der Nacht zum Montag klingen die Gewitter allmählich ab.

Dies ist ein erster Hinweis auf erwartete Unwetter.
Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen.
Die Prognose wird in den nächsten 9 Stunden konkretisiert.
Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit."

Ich werde dann mal alles reinholen oder festbinden was nicht niet- und nagelfest ist.

Hoffen wir mal , dass es wie sonst nur halb so schlimm wird.


15:00 Uhr: 37 Grad, Sonne pur am wolkenlosen Himmel.
17:10 Uhr: Bewölkung zieht auf, Sonne weg bei 35 Grad.

22:00 Uhr: kein Tropfen Regen. noch immer 31 Grad "puuh"
Wir hoffen auf die Nacht und ein Gewitter.
8:30 Uhr: das Gewitter weckt uns. Regen immerhin 9 l/m².
Temperatur gleich von 35 auf 23 runter. WAHNSINN!!!

Freitag, 3. Juli 2015

Hitzerekord in NRW

Nie war es in Düsseldorf Anfang Juli so heiß wie gestern:
Mit 37,2 Grad stellte die Rhein-Metropole einen neuen Temperaturrekord auf.

Spitzenreiter war allerdings Geilenkirchen bei Aachen, wo die Quecksilbersäule bis auf 38,8 Grad ketterte.

Klimaerwärmung lässt grüssen! :(

Aber das ist noch garnix ... am Arbeitsplatz in der Halle hatten wir gestern 41 Grad.
Da bringt auch der Ventilator nix mehr.
Ich hab da 2 Liter Wasser verputzt und musste nicht einmal auf die Toilette.
Alles ausgeschwitzt.
Gratis-Sauna pur!!!

Abends hieß es dann erstmal kalt duschen bis man wieder auf "Normaltemperatur" war.

Nachts dann Wind und Gewitter um uns rum.
Aber kein Tropfen Regen.
Der kam leider nichtmal 10 km weiter runter.
Die Rübenfelder liegen hier platt.
Sträucher und Bäume lassen die Flügel ... äh ... Blätter hängen.

Ich auch ... aber heute nochmal arbeiten und dann erwarten wir sehnsüchtig das dicke Gewitter ... heute oder morgen.

In diesem Sinne, machen wir es wie meine Schildkröten:
lassen wir es ruhig angehen!


Ich wünsch Euch einen nicht so anstrengenden Tag!
Heute wird es ja nicht so heiß und das wohlverdiente Wochenende
ist in Sicht.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Brüllende Hitze

... ist zu erwarten.
Es ist nicht auszuhalten draußen.
Heute Morgen hab ich noch schnell alle Termine und Einkäufe erledigt.
Nun steigt das Thermometer unaufhörlich.

Um 12 Uhr mittags schon 30 Grad im Schatten.
Rings ums Haus habe ich alle Fenster und Rollos geschlossen.
"Angenehme" 24 Grad im Wohnzimmer.

Und obwohl wir eine leichte Bewölkung haben, wird die Wärme noch auf 35 Grad steigen.

Donnerstag und Freitag muß ich arbeiten.
Kann mir noch garnicht vorstellen wie das wird, mal wieder eine Gratis-Sauna zu haben. ;op

Am Samstag dann der Super-Gau ... 40 Grad und mehr.
Rekordverdächtig, die höchste Zahl seit 1881, der ersten Temperatur-Aufzeichnung.

Nachtrag:
15:00 Uhr --> 34 Grad!!!
17:11 Uhr --> 34,8 Grad!!! Höchstwert!