Sonntag, 4. Dezember 2016

Disneys Musical Tarzan

Am Freitag war es soweit.
Männe hatte uns ja zum 30ten Hochzeitstag Karten fürs Tarzan-Musical gekauft.
Eigentlich ist er kein Musical-Fan und ich bin einige Male mit Tochter gegangen.
Aber die Musik von Phil Collins machten es möglich.
So machten wir uns um 16 Uhr auf den Weg zum 25 km entfernten Centro Oberhausen.
Aßen ist der Cola-Oase eine Kleinigkeit.
Schlenderten über den dortigen Weihnachtsmarkt und in der Winterwelt schauten wir den Rodlern zu.
Dann gings zum Aufwärmen zurück durchs Centro bis ans anderen Ende zum Metronom Theater.

Tarzan ist ein Musical basierend auf der gleichnamigen Disneyverfilmung.
Phil Collins komponierte die Musik und verfasste die Liedtexte.
Tarzan wurde 2006 im Richard Rodgers-Theater am Broadway uraufgeführt.
Ab November 2016 ist Tarzan nun in Oberhausen zu sehen.
Die Darsteller müssen neben Gesang und Schauspiel auch höchsten akrobatischen Ansprüchen vollbringen, wenn sie über der Bühne und dem Zuschauersaal schwingen.
Lebende Schmetterlinge, Insekten und Blumen haben super in den Bühnen-Dschungel gepasst.
Leider war es nicht erlaubt Fotos zu machen.
Ich kann unsere mittigen Plätze in Reihe 8 empfehlen.
Der Gang wird mehrmals von den Affen benutzt und Jane stand genau vor uns und hat ihre Rolle als Expeditions-Forscherin gespielt.
An Bungee-Seilen sind die Gorillas über unsere Köpfe geschwungen.
Ebenso rieselten weiße Blütenblätter auf uns herab, als sich Tarzan mit Jane von der Bühne bis in die letzte Reihe schwang.
Und noch ein Tipp: das Musical fängt mit einem Gewitter auf See und einem lauten Donnerschlag an.
Man sollte vorbereitet sein *lach* sonst haut es einem aus dem rotgepolsterten Sessel.
Aber es war im ganzen schon atemberaubend.
Nach 3 Stunden der Aufführung ... tosender Applaus und Standing Ovation.

Mittwoch, 30. November 2016

Allerletzter Arbeitstag!

Tja, der ist nun auch vorbei.
Mit einer Träne im Knopfloch (so sagt man hier) bin ich gestern gegangen.
Die letzten zwei Arbeitstage hab ich mich noch gut gehalten.
Gesprächsstoff war immer wieder mein entgültiger Feierabend und wer schon alles fort war.
Sei es durch Umzug, Heirat, Baby, Rente, Krankheit und auch Tod.
Immerwieder kamen Arbeitskolleginnen von anderen Schichten/Hallen und verabschiedeten sich mit lieben Wünschen.
Es hatte sich rumgesprochen, obwohl ich daraus keinen Hehl gemacht habe, dass ich Mitte August gekündigt hatte.
Viele konnten es noch nicht glauben.

Für den letzten Tag hatte ich 80 Nußecken gebacken, Plätzchen, Konfekt und Bonbons mitgebracht.
Alles mit schönen Servietten in den zwei Pausenräumen arrangiert.
Fotos aber leider nicht gemacht.
Bis zum Feierabend war alles ratzeputz verspeist.
Für ein Abschiedsgeschenk hatten die Kolleginnen gesammelt.
Ich hab mich sehr gefreut.

Aber es war schon ein trauriges Arbeiten.
Bei jedem Handgriff, dachte ich; dies ist das letzte Mal, dass du es tust.
Aber mein Chef versicherte mir: ich könnte jederzeit wieder anfangen.
;o) Oh, nein!
Noch einen Winter wollte ich nicht raus müssen.

Männe hatte mir schon ein Piccolöchen kalt gestellt.
Er muß noch bis Ende März arbeiten.
Allerdings auch nur noch 10-11 Tage im Monat.

Montag, 28. November 2016

Erster Frost

Nun hat uns auch der erste Frost erreicht.
Sehr spät in diesem Jahr.
Das gibt Hoffnung auf einen milden Winter.
Heute Morgen war alles weiß überzuckert.
Man hört wieder frühmorgens das Geräusch vom Freikratzen der Autoscheiben.
Ein Glück haben wir eine Garage.

Sonntag, 27. November 2016

1. Advent-Wochenende

Das Wochenende war wieder vollgepackt.
Zwei Tage zuvor hab ich den Garten und Vorgarten von Tochter soweit winterfest gemacht, da die letzte Laubabholung der Stadt dieses Jahr sehr früh war.
So viel Laub hängt noch an den Bäumen.
Brombeeren, Kiwi und alle Stauden zurück geschnitten.

Zwei Tage war Schnuti bei uns, da Tochter für den Geburtstag des Schwiegersohn allerhand vorzubereiten hatte.
Und das 3-Wochen alte Enkelchen fordert auch seine Aufmerksamkeit.

Seinen Mercedes-Oldtimer hat Tochter ihm als Torte "nachbauen" lassen.
Ich habe kurzer Hand "mal eben" 80 Nussecken gebacken.
Für die Familie und meinen Abschied in der Firma.
Mein Adventsgesteck war daher wieder eins der schnellen Sorte.
Aber ich mag meine rechteckige Metallschale sehr.
Kränze binden ist da schon mehr Aufwand.
Was ich mir in den letzten Jahren immer erspart habe.
Aber pünktlich zum 1. Adventssonntag brannte auch die 1. Kerze!

Mittwoch, 23. November 2016

Schmetterlingsorchidee

Sie gehören zu den beliebtesten Pflanzen auf unserer Fensterbank: die Schmetterlingsorchidee!
Wie Schmetterlinge hängen die Blüten über der Pflanze und sie ist überaus blühfreudig und robust.
Gerade deshalb eignen sie sich auch hervorragend für ungeübte Orchideenfreunde.
Es gibt sie in vielen Farben .. uni und mehrfarbig.
Mit regelmäßiger Pflege und etwas Orchideen-Dünger haben sich an meiner Pflanze 3 neue Stiele gebildet mit über 20 Blüten und einer Menge weiterer Knospen.
Eine dankbare Blühpflanze, die es ab und an auch für kleines Geld im Discouter gibt.

Montag, 21. November 2016

Tomaten-Tagebuch Teil 4

Bevor nun das Tomatenjahr zu Ende geht ... was eigentlich falsch ist, sie sind in ihrer Heimat mehrjährig ... will ich noch schnell ein paar Fotos verewigen.
Ich habe (fast) keine Tomaten in diesem Sommer kaufen müssen.
Immer hatte ich eine Schüssel mit Früchten im Kühlschrank für Salat oder Pasta-Soßen.
Allerdings war das Aussaat-Datum von Anfang April viel zu spät.
Nächstes Jahr denke ich hoffendlich Mitte/Ende März daran und vielleicht sollte ich die Samen auf dem Aquarium-Deckel keimen lassen.
Da ist es immer muckelig warm.
Zur Zeit hängen noch viele grüne Tomaten an den Stäuchern.
Bis zum Frost werde ich sie hängen lassen.
Allerdings wird das Laub schon gelb.

Das komplette Tomanten-Tagebuch gibt es hier:
Teil 1 - 22.06.
Teil 2 - 30.07.
Teil 3 - 18.08.

Sonntag, 20. November 2016

Herbststürme

... fegen durchs Land.
Es heult ums Haus und die Rollos klappern.
Milde Temperaturen lassen den Winter noch weit entfernt erscheinen.
Bisher gab es noch keine Nachtfröste.
Alles sieht nach einem milden Winter aus.

Mittwoch, 16. November 2016

Enkel No. 2 ist da!

Unser 2tes Enkelchen kam doch nun schneller als erwartet und eine turbulente Woche liegt hinter uns.

Samstag-Nachmittag waren wir noch bei Tochter lecker Waffeln mit Kirschen und Sahne essen.
Ganz kurzentschlossen nahmen wir Schnuti abends mit, da für die kommende Woche ein Kaiserschnitt-Termin anstand und meine Tochter sich am WE noch etwas ausruhen sollte.
Um 22:00 Uhr bekam ich von ihr noch eine WhatsApp-Nachricht, dass diese Nacht sicher nichts mehr passiert.
Wir gingen auch zeitig ins Bett, da Männe Sonntag Frühschicht hatte und dann immer um halb 4 raus muss (was ja GsD bald ein Ende hat).
Um 6 Uhr schreckte ich aus dem Tiefschlaf auf, weil mein Handy am Bett "klingelte".
Schwiegersohn hatte ein Foto geschickt ... ohne Text.
Zu sehen war meine Tochter mit Baby im Arm. *freu*
Ich war so überrascht, dass ich mit ... "Echt jetzt? Gratuliere!" ... antwortete. *lach*

Leider ging es unserem Herbstbaby nicht gut.
Komplikationen traten auf, sodass er in die Intensivstation der Kinderklinik nach Düsseldorf gebracht wurde.

Wir haben dann Schnuti weiter betreut, damit Tochter und Schwiegersohn jederzeit hinfahren konnten.
Oma hat ihren Sportkurs ausfallen lassen und sogar einen Tag "blau" gemacht.
Dann haben wir Regenbogenfische gebastelt.
Einen Großen für Lea und einen Kleinen für Finn.
Gefühlte 100 Schmetterlinge ausgeschnitten und bemalt.
Sind durchs Laub gestapft.
Und abends hat Opa Leo Lausemaus vorgelesen.

Nach einer Woche war beim kleinen Bruder aber wieder alles in Ordnung und er konnte nach Hause.
Nun ist die Familie komplett.

Samstag, 5. November 2016

Wir warten ...

... aufs zweite Enkelkind.
Und ich konnte nicht dran vorbei gehen, ohne die Teile für unser Herbstbaby zu kaufen.
Es soll eine Junge werden und schon über 4 kg wiegen.
Wir sind gespannt!

Freitag, 4. November 2016

Zeit für die Winterstarre

... der Landschildkröten.

Alle fünf konnten die warmen Temperaturen des langen Sommers noch bis Mitte Oktober genießen.
Doch nun wurde es Zeit für die mehrmonatige Winterstarre.

Der Weinkühlschrank wurde wieder in Betrieb genommen.
Die Kisten mit Buchenlaub gefüllt und die Tiere ein letztes Mal handwarm gebadet, zwecks Wasseraufnahme.

Wie immer gewogen und diesmal auch wieder Fotos zur Doku gemacht.
Gewicht von links nach rechts am 30.10.16 (17.11.15):
flacher Panzer = 55 Gramm (34)
Nummer 45 = 65 Gramm (38)
Kleine = 33 Gramm (20)

Gewicht der Griechischen LSK am 30.10.16 (17.11.15): 2140 Gramm (2040)
Gewicht der Steppenschildkröte am 30.10.16 (17.11.15): 760 Gramm (780)


Donnerstag, 3. November 2016

Passionsblume

Noch blühen sie, die letzten Passionsblüten.
Denn solange wir sonnige Tage mit Temperaturen über 10 Grad haben, öffnen sich auch die letzen Passiflora-Blüten.
Das wird nun aber bald vorbei sein.
Nach dem Wochenende sind erste Nachtfröste vorausgesagt.
Bei mir wachsen die blaue Passiflora caerulea und die lilafarbende Passiflora x violacea (Kreuzungen aus Passiflora caerulea und Passiflora racemosa).
Die Blaue ist winterhart bis -15 Grad und wächst bei mir ausgepflanzt schon seit vielen Jahren.
Die Lila verträgt Temperaturen bis 0 Grad.
Letztere sollte aber bei tieferen Temperaturen besser in einem frostfreien Raum gelagert werden.
Dazu eignet sich die Garage oder ein Gartenhaus.
Ich habe die lila Sorte in einem Kübel stehen, da ist ein Umstellen kein Problem.
Auch die Wandelröschen zeigen noch kräftig Farbe. Jedoch mit dem ersten Frost ist es dann hinüber.
Das überwintern lohnt allerdings nicht, weil es im Frühjahr große kräftige Pflanzen für ein paar Euro neu zu kaufen gibt.
Auch die Kartoffelblume erfreut noch mit frischen dunkellila Blüten bis zum Frost.
Sie blüht auch noch kräftig bis in den November hinein.
Aber Achtung ... leider auch nicht winterhart.
Sie wird bei mir auf 10 cm kurz geschnitten und bleibt dann bis Ende März in der dunklen Garage.
Dann wird wieder gegossen, gedüngt und sie kommt wieder ans Licht.
Die wilde Malve (Malva sylvestris) besteht bei mir hauptsächlich, weil sie beliebtes Reptilien-Futter ist.
Die Bartagamen meiner Tochter reißen sich um diese Blüten.
Auch sie blüht noch reichlich bis zum Frost.
Jedoch sind die Schildkröten nun alle schon in den Weinkühlschrank überführt.
In die Winterruhe bis zum Frühjahr ... Ende März.

Mittwoch, 2. November 2016

Der Friedhof lebt

Unter diesem Motto begingen wir gestern zu Allerheiligen den Friedhof in unserem Stadtteil.
Wo sonst kaum eine Menschenseele zu sehen ist und jeder zu seinem Grab eilt, nach dem Rechten sieht, etwas pfalnzt oder Blumen niederlegt, waren gestern an einem der stillen Feiertage hunderte Besucher unterwegs.
Auf dem sonst leeren Vorplatz der Kapelle hörte man Kinderstimmen beim Lagerfeuer, an dem es Stockbrot und heiße Kartoffeln gab.
Bei Kaffee und Kuchen saßen ältere Herrschaften bei einem Plausch auf Bänken.
Es duftet nach frischen Waffeln.
Kinder bemalten Grabkerzen und große Kieselsteine.
Und nach einem Gedenkgottesdienst gab es bei einsetzender Dämmerung einen Fackelumzug.
Auch wenn wir inzwischen alle so nach und nach aus der Kirche ausgetreten sind, gehört der Grabbesuch zum 1. November dazu.
Unser Enkelkind trug stolz ihre weiße Kerze mit Sternen beklebt mit uns zum Familiengrab, obwohl sie noch nicht verstehen kann, dass dort ihr verstorbener Uropa, Tante und weitere Vorfahren begraben sind.
Einige Tage vorher hatte ich das Grab vom Laub befreit und eine winterharte Bepflanzung hergerichtet.
Männe meinte allerdings ... die bunten Herbstbätter sahen doch schön aus. ;o)

Montag, 31. Oktober 2016

Donnebach-Tal

Bevor der Oktober zu Ende geht, noch schnell einen letzten Bericht unseres Urlaubs im Reinhardswald bei Kassel.

Wie ich schon vor einigen Tagen geschrieben habe, war dies auch eine Erinnerungsreise.
Wir hatten diesen Monat 30. Hochzeitstag und wollen in nächster Zeit Orte aufsuchen, an denen wir als junge Leute waren.
Dazu gehört das Donnebachtal.
Hier stehen eine handvoll Häuser im Wald ... damals, wie heute auch. :o)
2-3 mal immer im Herbst, haben wir in der Pension von Margot Lips übernachtet.
Ein Ort wo sich Hase und Fuchs gute Nacht sagen ...
Von der Sababurg aus ist es ein 20-minütiger Wanderweg durch den Wald.
Wir haben nicht gleich den Einstieg gefunden, weil die Stelle an der Straße sehr zugewachsen war und wir die Wegweiser am Baum nicht gleich gesehen hatten.
Aber wir haben sie gefunden und es ging über Stock und Stein einen unwegsamen Wanderweg hinunter ins Tal.
Die Gänse auf den Fischteichen kündigten uns schon lange vorher an, bevor wir überhaupt ein Haus vor lauter Bäumen sehen konnten.
Wir traten sozusagen aus dem Dickicht und standen auf der geteerten Brücke die über den Donnebach führt.
Die alte Scheune habe ich sofort wieder erkannt.
Hier hielt Frau Lips (heute wäre sie sicher 100 Jahre als) in den 80ern ihre Schweine, wurstet auch selbst und morgens zum Frühstück gabs damals selbstgemachte Wurst.
Die alte Pension schien abgerissen.
An der Stelle steht nun ein Holzhaus, was sogarnicht in die Gegend passt.
Später habe ich erst erfahren, dass die Pension entkernt wurde und dann nur holzvertäfelt.
Nun ja ... es steht zum Verkauf.
Die ehemalige Sababurger Mühle ... eine Wassermühle ... befand sich im Fachwerkhaus dahinter.
Unten am Mauerwerk konnte man vor 30 Jahren noch ein altes Holzrad sehen.
Daran kann ich mich noch gut erinnern.
Lange saßen wir auf der Bank am Straßenrand, redeten von damals.
Von der Abgeschiedenheit mit Oberleitung am Haus, Holzöfen zur Befeuerung, vom Apfelpflücken auf der Obstwiese, von jungen Rindern, die uns freudig gegrüßten, von Waschbären, die damals schon in den Gärten ihr Unwesen trieben und Greifvögeln, die Hühner holten.
Und wir lauschtem dem nichts.
Kein Straßenlärm war zu hören, keine Maschinen, kein garnichts ... nur die Gänse schnatterten ab und an.